Im Zeichen des Tagebaus

Als Johann Kreisch Mitte der 1950er-Jahre seine gleichnamige Gaststätte eröffnete, lag sie mitten im Bergbaurevier der Kölner Bucht, im Südteil des Rheinischen Braunkohlereviers. Die Gaststätte „Kreisch“ war von sechs Kohlegruben umgeben, dementsprechend waren viele Gäste Bergleute. Der Inhaber selbst arbeitete zu diesem Zeitpunkt noch als Kantinenwirt in der Kohlengrube Brühl und betrieb seine Gaststätte zunächst als Nebenerwerb.

Als die Kohlengrube Brühl 1955 schloss, schenkten die Bergleute Josef Kau, dem Schwiegersohn des Wirtes Kreisch, als „Letzten Gruß“ aus der Grube sein erstes Brikett. Diese Gabe erhielt ihren Platz in der gut besuchten Gaststätte. Den stolzen Bergleuten gefiel das so gut, dass noch viele weitere „Klütten“ den Weg ins Haus Kreisch fanden. Das letzte in der Kohlengrube Brühl gefertigte Brikett bildete den Grundstein für die mittlerweile größte Klütten-Sammlung der Welt.

Die Klütten-Sammlung von Josef Kau gibt es auch heute noch. Und als das Gastronomenehepaar Abts im Juli 2010 Haus Kreisch übernahm, haben sie beschlossen an der schönen Tradition festzuhalten: Ein kleiner Teil der im Guinness-Buch der Rekorde eingetragenen Sammlung kann heute von den Gästen in der Klütten-Stube bestaunt werden. Ein Besuch lohnt sich!

 
Haus Kreisch – Restaurant & Gaststätte     ·     Rodderweg 38     ·     50321 Brühl
Telefon: 02232 / 27678     ·     E-Mail: gastro-abts@t-online.de     ·     Internet: www.haus-kreisch.de